Landschaft und Staffage
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Der Gedanke zu dieser Ausstellung entstand nach einer anregenden Diskussion,
die die allgemeine Frage nach Beziehung und Bedeutung der "Staffage", d.h. der
dargestellten Figuren und menschlichen Produkten in Bildern, insbesondere in
Landschaften, zum Anlaß hatte. Aber auch der Umstand, daß die ästhetische
Einholung und Vergegenwärtigung der Natur als Landschaft in der letzten Zeit bei
vielen Menschen auf immer größeres Interesse stößt, ließ den Gedanken an eine
Ausstellung zu diesem Thema in uns reifen.
Trotz unserer bescheidenen Möglichkeiten haben wir versucht, komplexe Beispiele vorzuführen, und es gewagt, einen Katalog zu erstellen, der neben diesen
nicht nur einen bleibenden Kunstgenuß gewähren soll, sondern auch eine wissenschaftliche Bedeutung hat, da die Katalogisierung der einzelnen Werke einer Erstpublikation gleichkommt. Weiterhin sehen wir als Kunst-Galerie die Verpflichtung, nicht nur Kunstwerke zu verkaufen, sondern ihre Ikonographie und Ikonologie, d.h. das Dargestellte und seine Bedeutung einem breiteren Publikum auch
didaktisch zu vermitteln.
Unsere Objekte reichen vom Anfang des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
und sind italienischer, niederländischer, französischer, deutscher und besonders
schweizer Provenienz. In ihrer Auswahl bemühten wir uns, für die einzelnen
Zeiten typische Beispiele herauszufinden, wobei wir den Schwerpunkt auf das
19. Jahrhundert legten, da in dieser Zeit die bisherigen Wege der traditionellen
Landschaftsmalerei verlassen wurden und sich die vielseitigen Wandlungen am
deutlichsten ablesen lassen.
Die Unmöglichkeit, dieses Thema annähernd erschöpfend behandeln und darstellen zu können, lag von vornherein fest. Aber das Medium "Ausstellung" verlangt
solche vollständigkeit nicht. Es dient doch vor allem dazu, Fragen an die Kunst zu
stellen, die werke zum Sprechen zu bringen, sie neu und anders zu sehen im
Zusammenhang mit inhaltlich oder stilistisch verwandten Objekten, so daß das
Thema anschaulich und ästhetischer Genuß möglich wird.
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